28.04.2024
Manchmal läuft es wie verflucht. Man hat das Ziel und sogar den Weg fest vor Augen, aber man kommt ihm einfach nicht näher, ganz egal, wie sehr man es versucht. Und bei all dem Versuchen verläuft man sich, merkt das, ärgert sich drüber, rennt wie blind hin und her, die Glieder werden schwer und man verläuft sich noch mehr.
Das beschreibt Halbzeit eins schonmal ganz gut.
Halbzeit zwei lief ein bisschen besser. Aber eben nur ein bisschen, obwohl Till the tank mit seinem Zug zum Tor auch der heiligsten Lokomotive Ehre machte. So hat das für den vorzeitigen dritten Platz von hinten vorn und hinten nicht gereicht. Es kommt zum mannschaftstypischen Showdown in letzter Sekunde gegen den direkten Tabellennachbarn von unten. Oder, anders gesagt: Am Samstag um 14.30Uhr spielen wir in der Wentzinger Halle gegen den Abstieg.
Für dich wichtig: Komm rum! Mach ordentlich Lärm! Es gibt Bier. Auch alkoholfreies. Wir freuen uns über deine und eure Unterstützung!
Und im Postscriptum noch der Matchplan: Wir parken die heilige Lokomotive vor das Heimtor und fackeln den Kessel ordentlich in Richtung Auswärtstor an. Und dann: bäm!
Domi war’s und die Laune auf Samstag ist wie die heilige Lok auf schienen, sie nimmt mit jedem Tag an Fahrt auf !
P.S. Für die, die am Samstagabend noch nichts vorhaben, es ist alles angerichtet für eine nice Sause , also schau vorbei, wir freuen uns auf euch!
Admin - 17:31:46 @ Allgemein, Spielberichte, Handballphilosophie, Handball, Handball Freiburg, Herren 1
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17.03.2024
Natürlich fällt es nach einem Sieg leichter, zu lachen. Dann vermischen sich Endorphine, Adrenalin und Noradrenalin zu gelöstem Druck, zu Siegestaumelfreuden und Leichtigkeit. Wir hatten diesen Mix nach dem Spiel gegen Altdorf leider nicht, obwohl er in der Luft lag. Jannis fieberte von Zuhause mit und schrieb in den Chat: „Hab gespannt den Ticker verfolgt, echt schade, aber muss mal wieder ein guter Fight gewesen sein.“
Dem bleibt nichts hinzuzufügen.
Die eigentliche Kunst besteht ja sowieso darin, auch Niederlagen mit Humor zu nehmen. Nicht, um sie runterzuspielen oder gar wegzulachen. Sondern um den Kopf oben zu behalten. Um den Blickwinkel zu ändern. Um das nächste Mal mit noch mehr Bock reinzugehen, als es dieses Mal der Fall war. Also wurde in der Kabine nach dem Spiel trotzdem gelacht. Läuft bei uns.
PS: Sieht man von sehr wenigen Aussetzern ab, war es ein insgesamt faires Spiel mit hoher Intensität und ärgerlichen Spielfehlern auf beiden Seiten. Als Zuschauer sehr spannend. Solltet ihr ausprobieren! Es gibt leckere Paninis und Bier. Lohnt sich!
PPS: Wer gerne mehr zum Spielverlauf wüsste, kann sich den letzten Spielbericht gegen Zähringen anschauen. Das Spiel verlief ähnlich, „s lag in der Luft“.
Domi war’s.
Admin - 14:35:47 @ Allgemein, Spielberichte, Handballphilosophie, Handball, Handball Freiburg, Herren 1
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10.03.2024
Bei der Deutschen Bahn kamen im vergangenen Jahr 64 Prozent aller Fernzüge pünktlich an. Jeder dritte Zug kam demnach später an als das, was die Deutsche Bahn noch mit just-in-time bezeichnet, was da heißt: sechs Minuten nach der Zeit, die im Fahrplan steht. Aber zu spät ist eben zu spät. Da hilft auch keine Rechnerei, wenn der Anschlusszug einem dann vor der Nase wegfährt.
Diese Erkenntnis lässt sich ohne Probleme auf unser Rückspiel gegen Gundelfingen übertragen: Wenn man bei Aktionen im Spiel auch nur sechs Millisekunden zu spät kommt, kommt man einen Schritt zu spät. Oder zwei. Ausreden gibt es natürlich genug, sowas wie „drei Spieler haben für die Abwehr gefehlt“, aber das bleiben dann eben Ausreden. Immerhin haben wir keine dummen roten Karten eingefahren.
Fürs nächste Spiel konnten wir übrigens ganz befreit aufspielen: gegen den Tabellenführer galt “alles kann, nix muss”. Aber das ist eine andere Geschichte. Die ich aufgrund eines Zeitsprungs bereits geschrieben habe. Vielleicht wäre das auch ein Konzept für die Deutsche Bahn, sowas wir Futur III: Der Zug wird so weit in der Zukunft angekommen sein, dass er eigentlich schon in der Gegenwart angekommen sein haben wird. Oder so.
Admin - 21:45:49 @ Allgemein, Spielberichte, Handballphilosophie, Handball, Herren 1
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So ein Handballspiel kann man als guter Gewinner verlassen, als schlechter Gewinner, als guter Verlierer oder als schlechter Verlierer. Gegen den Tabellenersten aus Zähringen war alles drin.
Der süße Duft des Sieges wehte mal um die Zähringer Nase, mal um unsere, recht ausgeglichen, die Sensation lag in der Luft. Hätte uns nach einer konzentrierten Aufholjagd noch Glück gelacht, hätten wir nach mehreren Minuten Torflaute auf beiden Seiten das erste Tor erzielt, hätte sich der Duft in unserer Nase festgesetzt und uns nicht mehr losgelassen, dann hätten die Zähringer am Ende abgestunken – und nicht wir. Okay, wir haben im ganzen Spiel nicht einmal geführt, aber es hat Bock gemacht und war ein geiler Fight, auch wenn Trainer Feder am Ende seine 100 Prozent Siegquote eben nicht halten konnte. Trotz des super Comebacks von Sebi im Tor in der zweiten Halbzeit.
Im Grunde ist es ja so: Zähringen hat gut gewonnen, wir haben gut verloren, alle können ruhig schlafen. So muss das sein.
Domi war’s. Dieses Mal war er sogar mit in der Halle.
Spiel vom 10. März 2024
Admin - 21:34:21 @ Allgemein, Spielberichte, Handballphilosophie, Handball, Handball Freiburg, Herren 1
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04.02.2024
Manche Spiele werfen die ganz großen Fragen auf. Man wälzt sich die ganze Nacht von einer Seite auf die anderen und findet einfach keine Antwort: Warum hab ich den nicht getroffen? War das wirklich eine rote Karte? Wo ist meine Kontaktlinse wohl gerade? Wurde da auf beiden Seiten gleich geurteilt? Lief das gerecht ab? Und was bedeutet Gerechtigkeit in einem Handballspiel überhaupt?
Es folgt eine beliebige Zuschauerumfrage zu Zeitstrafen und roten Karten: „Kann, muss aber nicht“, urteilt ein unbeteiligter Fan. „Muss, kann aber auch nicht“, urteilt ein anderer. „Ihr wart manchmal sogar in Unterzahl, wenn ihr nicht in Unterzahl wart“, wirft ein dritter ein.
Der Spielverlauf jedenfalls zeigt zwei rote Karten, 8:2 zwei Minuten und 8:2 Siebenmeter, ne gute Bandbreite an Toren von 8 ½ Feldspielern und insgesamt einen heißen Fight. Hat sicher Bock gemacht – trotz oder wegen des ganzen Hickhacks. Aber was weiß ich schon? Ich konnte das Spiel nur im Ticker verfolgen.
Domi war’s.
PS: Der Philosoph sagt, dass Gerechtigkeit ein recht schwammiger Begriff ist. “Subjektiv” nennt er das dann. Frei nach John Rawls könnten sich aber Schiris, Spielende beider Mannschaften und das Publikum vor dem Spiel an einen Tisch setzen. Der Trick bestünde dabei darin, dass niemand weiß, welche Rolle er nach der Diskussion einnehmen wird: ob auf dem Spielfeld oder daneben, ob als Schiri, Rechtsaußen oder Gatekeeper. Rawls nennt das den „Schleier des Nichtwissens“. Und dann überlegen wir uns, was für Regeln wir für ein gutes Spiel brauchen. Und dabei sollten wir nicht utilitaristisch argumentieren. Das geht meist nicht gut aus. Aber das erläutere ich an passenderer Stelle mal. Vielleicht. Zurück zum Thema: Auf was für Regeln würden wir uns in dieser Diskussion wohl einigen?
PPS: Nices Schild von der Demo, Danke an unbekannt.
Admin - 12:53:41 @ Allgemein, Spielberichte, Handballphilosophie, Handball, Handball Freiburg, Herren 1
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